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Die Übersetzerin

Übersetzer sind meist Menschen, die sich gerne mit einer Tasse Kaffee und einem Stapel Wörterbücher an einen PC mit schnellem Internetanschluss setzen, um heimlich, still und leise zwischen einem konkreten Autor und einem potentiellen Leser zu vermitteln, ohne je selbst in Erscheinung zu treten. Wir stehen nicht gern im Rampenlicht oder reden viel (dann wären wir Dolmetscher geworden). Aber wir müssen zugeben, dass der Leser einer längeren Übersetzung ein gewisses Recht darauf hat, bei Interesse ein paar Informationen über deren Verfasser zu erhalten. Daher finden Sie im Folgenden einige Daten und Fakten zu meiner Person.
 

Studium und Ausbildung

Nach einem sehr guten Abitur schwankte ich in Bezug auf das Studienfach zwischen meiner Vorliebe für Mathematik und jener für Fremdsprachen. Zunächst studierte ich an der Universität Heidelberg zwei Semester Mathematik und Astronomie, dann besann mich jedoch anders und wechselte zum Studiengang Übersetzen mit Italienisch als erster und Englisch als zweiter Fremdsprache. Im Laufe meiner beruflichen Tätigkeit brauchte ich zu 85-90 % Englisch, das dadurch zu meiner stärksten Fremdsprache wurde.
2007 liebäugelte ich mit dem Gedanken, nach Australien auszuwandern. Dafür legte ich in Mannheim die IELTS-Prüfung (International English Language Testing System) und in Melbourne die Fachprüfung für Übersetzer in den Richtungen Englisch → Deutsch und Deutsch → Englisch ab. Außerdem gingen die meisten meiner Reisen in englischsprachige Länder, was meine Englischkenntnisse zusätzlich erweiterte.
Abgesehen von meinem Sprachstudium besuchte ich zwei Weiterbildungskurse im Bereich Multimedia, die es mir ermöglichen, z. B. Websites und Buchumschläge selbst zu gestalten.
 

Beruf

Meine Brötchen habe ich mir immer als Angestellte verdient, wobei ich bisher nie als reine Übersetzerin gearbeitet habe. In der freien Wirtschaft gibt es heute durch die Globalisierung zahlreiche Bürojobs, die sehr gute Fremdsprachenkenntnisse voraussetzen. Ich habe stets in Marketingabteilungen gearbeitet, wo ich Prospekte, Korrespondenz, Newsletter und Websites übersetzt und gestaltet habe. Hierbei besteht eine Herausforderung darin, sich in das Fachvokabular der jeweiligen Branche einzuarbeiten, das selten in Wörterbüchern zu finden ist.
 

Übersetzung von Literatur

Meine Kommilitonen und ich träumten an der Uni natürlich schon davon, Literatur zu übersetzen, aber die Dozenten nahmen uns unsere Illusionen, indem sie sagten, dass es dafür zu viele Übersetzer und zu wenig Literatur gebe. Auf die Idee, dass manche Werke bekannter verstorbener Autoren noch nicht auf Deutsch existieren könnten, kam ich damals nicht. Nur durch Zufall stieß ich vor ein paar Jahren auf die Tatsache, dass es "North and South" nicht auf Deutsch gab. Andererseits hätte mir die Information direkt nach dem Studium wenig genützt, weil es damals noch keine Verlage wie Books on Demand gab, bei denen ich ein Buch selbst hätte herausgeben können. Oder die Wissens-Schatztruhe namens Internet, die es dem Übersetzer ermöglicht, innerhalb von Minuten oder Stunden an Informationen zu kommen, für die er früher tagelang von einer Bibliothek zur nächsten gereist wäre.
"Norden und Süden" habe ich privat in einer Phase übersetzt, in der ich viel Zeit hatte. Details dazu finden Sie unter dem Menüpunkt Das Buch > Historie.
 

Weitere Projekte

Einen Teil meiner Freizeit widme ich weiterhin journalistischen Tätigkeiten. Im März 2016 veröffentlichte ich einen eigenen Ratgeber mit dem Titel "Öl im Getriebe - Basiswissen für Führungskräfte", der dem Leser Praxistipps für die Verbesserung seines Führungsstils gibt. Mitte 2016 folgte die deutsche Übersetzung von Elizabeth Gaskells Novelle "Six Weeks at Heppenheim" ("Sechs Wochen in Heppenheim"). Die Handlung spielt im Odenwald, aus dem ich selbst stamme. Im Oktober 2017 konnte ich den zweiten großen Roman von Elizabeth Gaskell, "Ruth", auf Deutsch veröffentlichen. Die Geschichte von Ruth Hilton ist ebenso packend wie die von Margaret Hale, wenn sie sich auch in einem anderen Umfeld abspielt und die Protagonistin vor ganz andere Herausforderungen stellt.